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Fliegenbinden lernen: 4 Grundtechniken für Anfänger

5. Sept.
3 Min. Lesezeit

Fliegenbinden lernen:

Gebundene Fliege am Bindestock als Beispiel für die Grundlagen beim Fliegenbinden
Saubere Grundlagen sind die Basis für erfolgreiches Fliegenbinden.

Wer Fliegenbinden lernen möchte, sollte zunächst einige grundlegende Arbeitsschritte mit dem Bindefaden sicher beherrschen. Die passende Grundausstattung habe ich bereits in meinen Beiträgen „Fliegenbinden Werkzeug für Anfänger – was braucht man wirklich?“ und „Bindestock zum Fliegenbinden – worauf es wirklich ankommt“ ausführlich behandelt. Denn egal, ob später eine einfache Nymphe, eine Trockenfliege oder ein anderes Fliegenmuster gebunden wird – die Basis ist immer eine saubere und kontrollierte Fadenführung.

In diesem ersten Teil geht es deshalb bewusst noch nicht um Dubbing, Federn oder andere Bindematerialien. Wir konzentrieren uns ausschließlich auf den Bindefaden und vier Grundtechniken, die jeder Fliegenbinder beherrschen sollte:

  • die Grundwicklung,

  • den Aufbau eines konischen Grundkörpers,

  • den einfachen Kopfknoten,

  • und den Abschluss mit dem Whip Finisher.

Für die Demonstration verwende ich bewusst einen orangefarbenen Bindefaden. So lassen sich die einzelnen Wicklungen und die Fadenführung in den Videos deutlich besser erkennen.

Wer diese Grundlagen sauber beherrscht, hat später beim eigentlichen Binden deutlich weniger Schwierigkeiten. Es geht dabei nicht darum, möglichst schnell eine fertige Fliege zu produzieren, sondern zunächst ein Gefühl für Fadenspannung, saubere Wicklungen und kontrollierte Bewegungen zu entwickeln.Im Video zeige ich Schritt für Schritt, wie ich die Grundwicklung anlege.

2. Der konische Grundkörper

Nachdem die Grundwicklung sitzt, geht es darum, mit dem Bindefaden einen gleichmäßigen, konischen Grundkörper aufzubauen. Auch bei diesem Arbeitsschritt verwenden wir noch kein zusätzliches Bindematerial.

Die Form entsteht ausschließlich durch gezielt gesetzte Wicklungen. Dabei wird der Bindefaden so geführt, dass sich der Körper nach vorne hin gleichmäßig aufbaut und eine saubere konische Form entsteht.

Wichtig ist, die einzelnen Wicklungen kontrolliert zu setzen und darauf zu achten, dass keine unnötigen Stufen oder Verdickungen entstehen. Gerade hier lernt man sehr gut, wie stark sich die Form einer Fliege allein über die Fadenführung beeinflussen lässt.

Diese Grundtechnik wird später bei vielen unterschiedlichen Fliegenmustern benötigt. Wer einen sauberen konischen Grundkörper aufbauen kann, schafft damit eine gute Grundlage für die weiteren Materialien.

Im Video zeige ich Schritt für Schritt, wie ich den konischen Grundkörper nur mit dem Bindefaden aufbaue.

Konischen Grundkörper beim Fliegenbinden sauber mit dem Bindefaden aufbauen

3. Der einfache Kopfknoten

Der einfache Kopfknoten ist eine schnelle Möglichkeit, den Bindefaden am Ende eines Arbeitsschrittes zu sichern. Er gehört zu den grundlegenden Abschlüssen beim Fliegenbinden und lässt sich mit etwas Übung sehr einfach ausführen.

Dabei wird mit dem Bindefaden eine Schlaufe gebildet, die anschließend über den Haken beziehungsweise den bereits aufgebauten Körper geführt und festgezogen wird. Wichtig ist, dass der Knoten sauber an der gewünschten Stelle sitzt und beim Zuziehen nicht verrutscht.

Gerade am Anfang ist es sinnvoll, diesen Knoten einige Male nur mit Haken und Bindefaden zu üben. So bekommt man ein Gefühl für die richtige Fadenspannung und für die Bewegung, ohne gleichzeitig auf andere Materialien achten zu müssen.

Der einfache Kopfknoten kann je nach Situation auch mehrmals hintereinander ausgeführt werden, um den Abschluss zusätzlich zu sichern. Wird er als endgültiger Schlussknoten verwendet, sollte er anschließend mit Bindelack gesichert werden. Dadurch wird verhindert, dass sich der Knoten später wieder löst.

Im Video zeige ich Schritt für Schritt, wie ich den einfachen Kopfknoten ausführe.

Einfachen Kopfknoten beim Fliegenbinden sauber ausführen und bei Bedarf mit Bindelack sichern

4. Der Kopfknoten mit dem Whip Finisher

Der Whip Finish ist für mich der klassische Abschluss einer fertig gebundenen Fliege. Mit dem Whip Finisher lässt sich der Bindefaden sauber und sicher am Kopf der Fliege abschließen.

Dabei wird der Bindefaden in das Werkzeug eingehängt und so geführt, dass eine Schlaufe entsteht. Durch mehrere kontrollierte Wicklungen legt sich der Faden sauber um den bereits gebundenen Kopf. Anschließend wird die Schlaufe langsam zugezogen und der Knoten festgesetzt.

Wichtig ist, während des gesamten Vorgangs die Fadenspannung beizubehalten. Die einzelnen Wicklungen sollten sauber nebeneinanderliegen und beim Herausziehen des Whip Finishers nicht wieder aufspringen.

Gerade am Anfang wirkt die Bewegung mit dem Whip Finisher etwas ungewohnt. Hat man den Bewegungsablauf jedoch einige Male nur mit Haken und Bindefaden geübt, wird er schnell zur Routine.

Auch einen sauber ausgeführten Whip Finish kann man bei Bedarf mit etwas Bindelack zusätzlich sichern. Besonders bei Fliegen, die stark beansprucht werden, erhöht das die Haltbarkeit des Abschlusses.

Im Video zeige ich Schritt für Schritt, wie ich den Kopfknoten mit dem Whip Finisher ausführe.

Kopfknoten mit dem Whip Finisher sauber und sicher abschließen

Wie geht es weiter?

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